Jeden Tag stürzen in Deutschland etwa 6.000 Menschen über 65 — ein Hausnotruf kann Leben retten. Mit einem Knopfdruck werden Angehörige oder eine 24h-Zentrale alarmiert. Die meisten Systeme kosten zwischen 20 und 40 Euro im Monat, und die Pflegekasse bezuschusst den Kauf.
Wie funktioniert ein Hausnotruf?
Das Kernsystem besteht aus einem Basisgerät (am Telefon oder WLAN) und einem Knopf, den der Senior als Armband oder Halsband trägt. Ein Druck genügt, und innerhalb von Sekunden verbindet die Zentrale eine Sprechverbindung — auch wenn die Person auf dem Boden liegt. Moderne Systeme erkennen Stürze sogar automatisch.
Welche Anbieter gibt es?
- Johanniter und Malteser: Große Wohlfahrtsorganisationen, oft günstigste Tarife (18–25 €/Mo), lokaler Service in NRW
- DRK Hausnotruf: Zuverlässig, bundesweit verfügbar, 24/7-Notrufzentrale
- Falck-Notruf / SOS-Notruf: Privatanbieter, häufig mit GPS-Option für aktive Senioren
- Casalio / Vitaris: Moderne Technik, Sturzerkennung, Videoverbindung möglich
Was kostet ein Hausnotruf?
Die monatlichen Kosten liegen je nach Anbieter und Ausstattung zwischen 18 und 45 Euro. Hinzu kommen oft einmalige Anschluss- und Gerätekosten (20–80 €). Viele Anbieter bieten 6-Monats-Verträge, manche sogar monatliche Kündigung. Tipp: Gemeinnützige Träger wie Johanniter oder DRK sind in der Regel günstiger als private Anbieter.
💰 Pflegekasse zahlt mit
Bei Pflegegrad 1–5 können die Kosten für Hausnotruf-Geräte als Pflegehilfsmittel (§40 SGB XI) beantragt werden. Die Pflegekasse zahlt bis zu 31 Euro im Monat für technische Pflegehilfsmittel.
Wie beantrage ich den Zuschuss?
- 1Arztrezept oder ärztliche Bescheinigung für Hausnotruf besorgen
- 2Antrag bei der Pflegekasse stellen (formlos möglich)
- 3Genehmigung abwarten oder Kostenübernahme bestätigen lassen
- 4Anbieter auswählen und Gerät in Betrieb nehmen
- 5Rechnung einreichen → Rückerstattung bis 31 €/Monat
