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Ratgeber · Schwere Erkrankung & Lebensende

Palliativpflege zuhause 2026: SAPV, Anspruch & Unterstützung

Die meisten Menschen wünschen sich, ihre letzte Lebensphase im vertrauten Zuhause zu verbringen — nicht im Krankenhaus. Palliativpflege macht das möglich: mit professioneller Schmerztherapie, Symptomkontrolle und menschlicher Begleitung — für den Betroffenen und seine Angehörigen.

Wichtig: SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) ist ein gesetzlicher Anspruch nach §37b SGB V — vollständig kostenfrei für den Patienten.
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Was ist Palliativpflege?

Palliativpflege (von lat. pallium = Mantel, Schutz) ist die aktive, ganzheitliche Versorgung von Menschen mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung. Ziel ist nicht die Lebensverlängerung, sondern die Lebensqualität: Schmerzfreiheit, Würde, soziale Einbindung.

Was Palliativpflege umfasst

  • ✓ Medikamentöse Schmerztherapie (auch Opioide)
  • ✓ Symptomkontrolle (Atemnot, Übelkeit, Angst)
  • ✓ Wundversorgung & Körperpflege
  • ✓ Psychologische & spirituelle Begleitung
  • ✓ Unterstützung der Angehörigen
  • ✓ 24h-Rufbereitschaft bei SAPV

Was Palliativpflege NICHT ist

  • ✗ Sterbehilfe (aktive Tötung)
  • ✗ Therapieabbruch ohne Entscheidung
  • ✗ Nur für Krebspatienten
  • ✗ Nur im Hospiz oder Krankenhaus
  • ✗ Nur in den letzten Tagen/Stunden

AAPV und SAPV: Zwei Versorgungsformen

AAPVSAPV
Steht fürAllgemeine ambulante PalliativversorgungSpezialisierte ambulante Palliativversorgung
VerordnungHausarzt (normal)Hausarzt oder Krankenhausarzt (gesondert)
Rechtsgrundlage§37 SGB V (Häusliche Krankenpflege)§37b SGB V (eigene Leistung)
Wer behandeltHausarzt + ambulanter PflegedienstSpezialisiertes SAPV-Team (Arzt + Pflege)
BereitschaftKeine 24h-Pflicht24h Rufbereitschaft
Geeignet fürStabile palliative SituationenKomplexe, aufwendige Versorgung
Kosten Patient0 € (KK zahlt)0 € (KK zahlt vollständig)

Anspruch auf SAPV: §37b SGB V

SAPV ist ein gesetzlicher Anspruch — kein Ermessen. Die Krankenkasse darf nicht ablehnen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind:

1
Nicht heilbare, fortschreitende Erkrankung: Krebs, ALS, schwere COPD, Herzinsuffizienz Stadium IV, etc. — Heilung ist nicht mehr möglich.
2
Begrenzte Lebenserwartung: Die Erkrankung wird voraussichtlich zum Tode führen. Kein fixer Zeithorizont erforderlich.
3
Aufwendige Versorgung: Die Versorgung übersteigt das, was Hausarzt und normaler Pflegedienst leisten können.
4
Häusliche Umgebung: Patient möchte zuhause, in einer Pflegeeinrichtung oder im (stationären) Hospiz versorgt werden.
5
Ärztliche Verordnung: Hausarzt oder Krankenhausarzt stellt Verordnung auf dem Vordruck für SAPV aus.

Kosten & Finanzierung

Krankenkasse zahlt

  • ✓ SAPV vollständig (§37b SGB V)
  • ✓ AAPV (§37 SGB V)
  • ✓ Medikamente, Verbandsmaterial
  • ✓ Hilfsmittel (Pflegebett, Rollstuhl)
  • ✓ Krankenhausarzt-Besuche

Pflegekasse zahlt

  • ✓ Pflegesachleistungen §36 SGB XI
  • ✓ Pflegegeld §37 SGB XI
  • ✓ Entlastungsbetrag 125 €/Mo §45b
  • ✓ Verhinderungspflege 1.612 €/Jahr
  • ✓ Kurzzeitpflege 1.774 €/Jahr
Hospizgeld: Bei stationärer Hospizversorgung übernimmt die Krankenkasse mind. 95 % der Kosten (§39a SGB V). Das Hospiz selbst finanziert den Rest durch Spenden.

Entlastung für pflegende Angehörige

Palliativpflege zuhause ist nur möglich, wenn pflegende Angehörige entlastet werden. Erschöpfte Angehörige führen zu Klinikeinweisungen — das ist für alle Seiten schlechter.

Alltagsbegleitung §45b
125 €/Monat für Begleitung, Haushalt, Gespräche. Helping Home erbringt diese Leistung.
Verhinderungspflege §39
Bis 1.612 €/Jahr wenn die Hauptpflegeperson verhindert ist (Urlaub, Krankheit).
Pflegezeit §3 PflegeZG
Bis zu 6 Monate unbezahlte Pflegezeit mit Anspruch auf Sozialversicherungsschutz.
Pflegeunterstützungsgeld
Bis zu 10 Arbeitstage bei plötzlichem Pflegebedarf — Lohnersatz wie Krankengeld.

Häufige Fragen zur Palliativpflege zuhause

Wer hat Anspruch auf SAPV?+
Anspruch auf SAPV haben gesetzlich Versicherte mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung, bei denen eine aufwendige Versorgung notwendig ist, die die reguläre Versorgung übersteigt (§37b SGB V). Privatpatienten haben analoge Ansprüche nach GOÄ. Der Hausarzt oder Krankenhausarzt stellt die Verordnung aus.
Muss ich für Palliativpflege zuhause selbst zahlen?+
Nein. SAPV wird vollständig von der Krankenkasse übernommen — ohne Zuzahlung (§37b SGB V). Allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) durch Hausarzt und Pflegedienst wird ebenfalls über Kranken- und Pflegekasse abgerechnet. Für Alltagsbegleitung und Entlastungsleistungen zahlt die Pflegekasse bis zu 125 €/Monat (§45b SGB XI).
Wie lange kann Palliativpflege zuhause dauern?+
Palliativpflege zuhause ist nicht zeitlich begrenzt. SAPV kann über Wochen, Monate oder auch länger gewährt werden — solange der Bedarf besteht. SAPV endet, wenn der Patient stirbt, ins Krankenhaus oder Hospiz wechselt oder wenn der intensive Versorgungsbedarf wegfällt.

Einfühlsame Begleitung in schwerer Zeit

Helping Home unterstützt pflegende Angehörige und Betroffene in der letzten Lebensphase — mit Herz, Professionalität und über §45b SGB XI finanzierbar.

Kein Spam. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

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Verifizierte Google-Bewertungen · 127 betreute Familien in NRW

Feb. 2025

Das Team von Helping Home hat uns in einer sehr schwierigen Zeit wirklich geholfen. Meine Mutter fühlt sich sicher und gut betreut.

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Sabine K.

Dinslaken

Mrz. 2025

Sehr zuverlässig, pünktlich und herzlich. Der §45b-Antrag wurde komplett von Helping Home für uns erledigt — wir mussten nichts tun.

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Thomas W.

Duisburg

Apr. 2025

Endlich eine Haushaltshilfe, die wirklich zuhört. Oma freut sich jedes Mal. Ich bin entspannt, wenn ich weiß, dass sie versorgt ist.

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Maria L.

Oberhausen

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