
Ratgeber
Pflegegrade 1–5 einfach erklärt: Was bedeuten sie, was leisten sie?
Das deutsche Pflegesystem kennt fünf Pflegegrade — je höher, desto mehr Unterstützung leistet die Pflegekasse. Dieser Ratgeber erklärt, was jeden Grad ausmacht, wie der MDK ihn feststellt und welche Geldleistungen 2026 dazugehören.
Wie wird der Pflegegrad festgestellt?
Der MDK (Medizinischer Dienst) besucht die pflegebedürftige Person zuhause und bewertet sechs Lebensbereiche anhand eines standardisierten Punktesystems (NBA — Neues Begutachtungsassessment). Je mehr Punkte, desto höher der Pflegegrad.
Alle 5 Pflegegrade auf einen Blick
Leichte Einschränkungen in einzelnen Bereichen. Kein Pflegegeld, kein Sachleistungsanspruch, aber §45b und Pflegehilfsmittel bis 40 €/Monat.
Regelmäßige Hilfe bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität. Erster Grad mit vollständigem Leistungspaket.
Umfangreiche Hilfe bei vielen Alltagsaktivitäten. Häufig Kombination aus Pflegedienst und familiärer Pflege.
Rundumversorgung in nahezu allen Lebensbereichen erforderlich. Oft mehrmals täglich Pflegeeinsätze.
Höchster Pflegegrad, oft bei schwerer Demenz oder intensivpflegerischen Anforderungen. Höchste Kassenleistungen.
Alle Beträge 2026. Pflegegeld §37, Sachleistungen §36, §45b Entlastungsbetrag. Verhinderungspflege: 1.685 €/Jahr (PG 2–5), Kurzzeitpflege: 1.774 €/Jahr (PG 2–5).
Häufige Fragen zu den Pflegegraden
Was sind die Pflegegrade 1 bis 5?+
Wie wird der Pflegegrad festgestellt?+
Welche Leistungen gibt es bei Pflegegrad 2?+
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