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Demenz-Früherkennung: Erste Zeichen erkennen und richtig handeln

Vergesslichkeit ist normal — aber ab wann ist es mehr? Welche Zeichen auf Demenz hindeuten, was der Arzt testet und warum eine frühe Diagnose so wichtig ist.

8 Min. LesezeitVeröffentlicht: 01. März 2025

In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Die häufigste Form ist die Alzheimer-Krankheit (ca. 65 %), gefolgt von vaskulärer Demenz und anderen Formen. Eine Demenz entwickelt sich schleichend — und wird oft erst spät erkannt. Dabei macht eine frühe Diagnose einen erheblichen Unterschied.

Normale Vergesslichkeit vs. erste Demenzzeichen

  • Normal: Man vergisst, wo man den Schlüssel hingelegt hat. Demenz: Man vergisst, wofür ein Schlüssel verwendet wird.
  • Normal: Gelegentliches Suchen nach einem Wort. Demenz: Häufiges Vergessen geläufiger Begriffe, Sätze werden nicht beendet.
  • Normal: Termine vergessen, die man nicht notiert hat. Demenz: Regelmäßige Termine werden vergessen, auch nach Erinnerung.
  • Normal: Sich in einer neuen Stadt kurz verirren. Demenz: Sich in der eigenen Straße oder im eigenen Haus nicht mehr orientieren.
  • Normal: Manchmal schlechte Entscheidungen. Demenz: Wiederholt vollständig unangemessene Entscheidungen (Geld an Fremde, Gefahr nicht erkennen).

Frühe Warnzeichen im Alltag

  • Herd oder Licht vergessen auszumachen — regelmäßig
  • Wiederholtes Stellen derselben Frage innerhalb kurzer Zeit
  • Verlegen von Gegenständen an ungewöhnliche Stellen (Geldbörse im Kühlschrank)
  • Rückzug aus sozialen Aktivitäten und Hobbys
  • Stimmungsveränderungen: Misstrauen, Angst, Depressionen ohne erkennbaren Grund
  • Plötzliche Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben (Kochen nach bekanntem Rezept, Telefonieren)

🚨 Wann zum Arzt?

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen mehrere der genannten Zeichen über einen Zeitraum von mehreren Wochen beobachten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die meisten Hausärzte können eine erste Einschätzung vornehmen und bei Bedarf an einen Spezialisten überweisen.

Wie läuft die Demenz-Diagnose ab?

  1. 1Hausarzt: Erstgespräch, Medikamentencheck (manche Medikamente imitieren Demenz-Symptome), erste Schnelltests (MMST, Uhrentest)
  2. 2Facharzt (Neurologe/Psychiater) oder Gedächtniszentrum: Ausführliche neuropsychologische Tests
  3. 3Bildgebung (MRT oder CT): Gehirnveränderungen sichtbar machen, andere Ursachen ausschließen
  4. 4Labor: Vitamin-B12-Mangel, Schilddrüse und andere behandelbare Ursachen ausschließen
  5. 5Diagnose und Aufklärung über Verlauf, Behandlungsmöglichkeiten, Unterstützungsangebote

Warum frühe Diagnose so wichtig ist

Eine frühe Demenz-Diagnose gibt Betroffenen die Chance, noch selbst Vorsorgedokumente zu erstellen (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht), persönliche Wünsche für die spätere Versorgung zu äußern und Behandlungen zu beginnen, die den Verlauf verlangsamen können. Auch für Angehörige gibt die Diagnose Orientierung — und Zeit, sich vorzubereiten.

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Unser Team hat Erfahrung mit der Betreuung von Menschen mit Demenz. Wir arbeiten nach demenzsensibler Kommunikation und können Angehörige bei der Bewältigung des Alltags entlasten. Rufen Sie uns an: 02064 – 399 52 99.

Häufige Fragen

Ist Demenz heilbar?
Derzeit gibt es keine Heilung für Alzheimer oder die meisten anderen Demenzformen. Medikamente und nicht-medikamentöse Therapien können jedoch den Verlauf verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.
Ab welchem Alter tritt Demenz auf?
Demenz betrifft hauptsächlich Menschen über 65 Jahre. Unter 65 spricht man von 'früheinsetzender Demenz' — diese ist selten, kommt aber vor. Das Risiko steigt mit dem Alter: Ab 90 hat jeder Dritte eine Demenz.
Kann man einer Demenz vorbeugen?
Vollständig nicht — aber das Risiko lässt sich reduzieren: körperliche Aktivität, soziale Eingebundenheit, geistige Stimulation, Nichtrauchen, moderater Alkoholkonsum, Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes.
HH

Über den Autor

Helping-Home-Team

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Das Helping-Home-Team besteht aus erfahrenen Pflegekräften und Sozialberaterinnen, die täglich Familien in NRW bei allen Fragen rund um häusliche Betreuung und Pflegeleistungen unterstützen.

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