Osteoporose bei Senioren – Knochen stärken und Brüche verhindern
Osteoporose ist eine der häufigsten Erkrankungen im Alter: In Deutschland sind schätzungsweise 6 Millionen Menschen betroffen, Frauen nach der Menopause deutlich häufiger als Männer. Die Erkrankung schwächt die Knochenstruktur schleichend – oft ohne Schmerzen, bis ein Bruch eintritt. Hüft-, Wirbel- und Handgelenksfrakturen können die Selbstständigkeit dauerhaft einschränken.
Wie entsteht Osteoporose?
Im Laufe des Lebens verlieren Knochen an Dichte – das ist normal. Bei Osteoporose geschieht dieser Abbau jedoch zu schnell oder zu stark. Hormonelle Veränderungen nach der Menopause, Bewegungsmangel, Calcium- und Vitamin-D-Mangel sowie bestimmte Medikamente wie Kortison beschleunigen den Knochenschwund. Genetische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.
Diagnose und Messung der Knochendichte
Die Knochendichtemessung (DXA-Messung) ist das Standardverfahren zur Diagnose. Frauen ab 70 Jahren und Männer ab 80 Jahren sollten diese Untersuchung regelmäßig nutzen. Frühere Messungen sind sinnvoll bei Risikofaktoren wie familiärer Osteoporose, frühzeitiger Menopause oder längerem Kortison-Gebrauch.
Behandlung: Medikamente, Ernährung und Bewegung
Die Therapie besteht aus drei Säulen: Medikamenten (Bisphosphonate, Denosumab oder andere knochenaufbauende Wirkstoffe), ausreichender Calcium- und Vitamin-D-Versorgung sowie gezieltem Krafttraining. Insbesondere Übungen, die die Muskulatur rund um die Knochen stärken, können das Bruchrisiko deutlich senken. Ein Physiotherapeut kann ein individuell angepasstes Programm erstellen.
Sturzprävention als wichtigster Schutz
Da bei Osteoporose bereits kleine Stürze schwere Brüche verursachen können, ist Sturzprävention besonders wichtig. Die gleichen Maßnahmen wie bei der allgemeinen Sturzprävention gelten: sicheres Schuhwerk, Beseitigung von Stolperfallen, Haltegriffe im Bad und regelmäßiges Gleichgewichtstraining. Ein Hüftprotektor kann bei sturzgefährdeten Personen das Risiko einer Hüftfraktur erheblich reduzieren.
Leben mit Osteoporose: Alltag sicher gestalten
Menschen mit Osteoporose sollten bestimmte Bewegungen meiden: starkes Bücken, schwere Lasten heben oder abrupte Drehbewegungen der Wirbelsäule. Eine Betreuungskraft kann beim Heben schwerer Dinge helfen, die Wohnung auf Sturzrisiken überprüfen und bei Außenaktivitäten begleiten – besonders wichtig bei Glatteis.
Bei Helping Home kennen unsere Betreuungskräfte die besonderen Anforderungen bei Osteoporose. Der §45b SGB XI Entlastungsbetrag (125 € monatlich ab Pflegegrad 1) ermöglicht regelmäßige professionelle Unterstützung, damit Betroffene sicher und selbstständig zuhause leben können.
Helping Home – Sicherheit bei Osteoporose
Unsere geschulten Betreuungskräfte helfen, den Alltag mit Osteoporose sicher zu gestalten. Finanzierbar über den Entlastungsbetrag (125 €/Monat ab Pflegegrad 1).
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